Warum jede Marke einen Podcast braucht (und nicht jede ihn machen sollte)

Shownotes

Warum braucht jede Marke einen Podcast – und warum sollte ihn trotzdem nicht jede selbst machen? Genau darüber sprechen Eva und Dani in dieser Folge. Ausgangspunkt sind Fragen aus der Community und Erfahrungen aus der täglichen Podcast-Praxis bei wepodit.

Es geht um das große Potenzial von Podcasts als Kommunikationstool, aber auch um typische Fehler beim Start: fehlende Konzepte, unterschätzte Ressourcen und Podcasts, die „nebenbei“ laufen. Eva erklärt, warum Podcasts heute mehr denn je Klarheit, Verantwortung und Strategie brauchen und ab wann sie vom Mehrwert zur Belastung werden.

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00:00:08: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Reported Podcasts, der Podcast, der dir das Podcast-Business erklärt.

00:00:15: Ich bin heute in einer primären Situation, und zwar gemeinsam mit meiner neuen Kollegin Dani im Podcast.

00:00:21: Hallo Dani.

00:00:22: Hallo Eva.

00:00:23: Die Dani ist ein neues Teammitglied von Reported und deswegen eignet sich auch das heutige Thema sehr gut.

00:00:29: Wir besprechen nämlich heute, warum jede Marke einen Podcast braucht, aber ihn nicht jede machen sollte.

00:00:36: Hi Dani noch einmal und du bist heute in der Fragenrolle quasi, also in der Interviewerinnenrolle und löcherst mich jetzt die nächsten fünf Minuten damit unsere Hörerinnen und Hörer hoffentlich ganz viel über dieses Thema lernen.

00:00:49: Genau, hallo Ander mal von meiner Seite.

00:00:51: Ich freue mich, dass ich halt das erste Mal Selbstimmobil für die Podcast sprechen darf oder generell zum ersten Mal in einem Podcast.

00:00:59: Und wir haben vorab Fragen gestellt über Instagram an unsere Community und mit den Fragen darf ich heute an dich herantreten.

00:01:08: Sehr cool.

00:01:08: Dann schieß los.

00:01:09: Also einer der ersten Fragen ist ja quasi aufgelegt und eigentlich unser Titel ist wie folgt.

00:01:16: Warum braucht jeder Marke einen Podcast?

00:01:19: Jede Marke braucht einen Podcast, weil es eine tolle Möglichkeit ist, über ein Unternehmen zu erzählen.

00:01:24: Also es gibt eigentlich fast kein Format, das so viel Länge.

00:01:30: auch zuletzt, eben diese zwanzig bis dreißig Minuten, die man im Durchschnitt in einem Corporate- bzw.

00:01:34: Unternehmens-Podcast hat, wo man eigentlich wirklich erzählen kann.

00:01:38: Also jetzt nicht so dieses werbliche, diese ... diese typische Werbung in der Kommunikation, wie man es oft von Unternehmen kennt, sondern eben einfach wirklich inhaltlich stark.

00:01:47: Also content-wise eben vielleicht mit Mehrwert, mit Hintergründen, mit Emotionen.

00:01:54: Und deswegen funktioniert es extrem gut als Kommunikationstool, zwanzig, sechsundzwanzig.

00:01:58: Also wo man richtig in die Tiefe gehen kann mit den Hörerinnen und Hörern.

00:02:02: Genau.

00:02:05: Und was ... sind die häufigsten Fehler, die du aus der Praxis mitbekommen hast, wenn man jetzt an Podcast startet.

00:02:14: geht auch schon wieder endlich auf den Titel unserer heutigen Folge.

00:02:18: Warum sollte denn nicht jedes Unternehmen selbst einen Podcast machen?

00:02:23: Auf selbst liegt da, sagen wir die Betonung, wir erleben es sehr oft, dass wenn wir an Unternehmen herantreten, zum Beispiel in der Kalterquise und Unternehmen dann eben sagen, ja, wir haben schon nochmal ein Podcast probiert, das hat für uns nicht funktioniert.

00:02:36: Wir fragen dann oft einmal nach und sagen, okay, Wie habt ihr das dann gemacht?

00:02:40: Wie hat es das angangen?

00:02:42: Und dann kommt oft heraus, es war vielleicht ein Corona-Projekt.

00:02:45: Man hat das irgendwie so nebenbei gemacht.

00:02:47: Die Marketingabteilung hat das nur zusätzlich zur Geschehenst bekommen.

00:02:51: Und es hat erstens einmal ... keinen zuständigen, also zuständigen Kapt, also niemand der halt jetzt primär für diesen Podcast verantwortlich war.

00:03:00: Dann hat man es eigentlich auch von der Qualität her, hat man jetzt keinen hohen Anspruch dran gelegt, sondern hat halt oft einmal mit Smartphones zum Beispiel aufgenommen oder ähnliches.

00:03:09: Also auch die Hörqualität war jetzt nicht wirklich super.

00:03:12: Und es hat sich halt irgendwie auch keiner am Anfang ein Konzept überlegt.

00:03:15: Also, ich hatte einfach quasi einmal losgesprochen.

00:03:18: Man hat zwar mit dabei da innen zusammengesetzt und da einfach los starten lassen.

00:03:22: Und das funktioniert heute nicht mehr.

00:03:24: Dazu haben wir einfach auch einen zu hohen Anspruch bei Hörren und Hörer mittlerweile.

00:03:29: Und das ist ja gut so.

00:03:31: Aber das ist der Grund, warum nicht jede Marke oder auch jedes Unternehmen selbst einen Podcast machen sollte.

00:03:37: Also, einer der häufigsten Fehler.

00:03:39: Okay.

00:03:40: Das heißt, ohne Konzept sollte man auf keinen Fall losstarten, wenn man jetzt einen Podcast umsitzen möchte.

00:03:46: Na, weil du so viel Potenzial verlierst.

00:03:50: Also Konzept, natürlich kann man jetzt, sollte man jetzt auch nicht total in der Theorie ewig herum schunkeln, sondern schon dann auch ins Machen und in die Praxis... gehen und kommen und einfach mal versuchen und umsetzen und ein bisschen trial and error schauen, was funktioniert für die Community.

00:04:07: Aber so ein bisschen ein grob Konzept an roten Faden, worum geht es in den Folgen?

00:04:12: Habt man Gesprächsführung?

00:04:14: Also gibt es überhaupt eine Gesprächssituation?

00:04:16: Ist es eine Interviewsituation?

00:04:17: Ist es ein Monolog?

00:04:19: Habt man immer Hauptthema?

00:04:21: Zieht sich das Thema vielleicht über ganze Staffel?

00:04:23: Denkt man vielleicht gar nicht in einer Staffel, sondern als kontinuierliches Medium?

00:04:28: Es gibt so viele... Erst Fragen und Anführungszeichen kann ich jetzt wahrscheinlich auch gar nicht aufzählen, weil das wird unsere fünf bis zehn

00:04:36: Minuten

00:04:36: Folge füllen.

00:04:39: Aber um deine Frage zu beantworten, ohne Konzept sollte man, sobald man sie ist, keine Podcast mehr starten.

00:04:45: Und die nächste Frage schließt da auch gleich noch an.

00:04:49: Ab wann sagst du, wird ein Podcast eher zur Belastung, als das ein Mehrwert bringt?

00:04:54: Ich glaube, ich habe es in der vorherigen Frage schon ein bisschen beantwortet.

00:04:57: Dann, wenn man die Ressourcen unter oder überschätzt, also überschätzt im eigenen Team, also wenn man sagt, okay, das wird schon irgendwie mitlaufen, man macht das nur irgendwie mit, also oft sind dann die Leittragenden eben das digitale oder Social Media Marketing, das macht man nur irgendwie dazu, ja, in welcher Zeit auch immer.

00:05:18: das halt einfach trotzdem ein Podcast eben nicht mehr.

00:05:21: das ist, aber jetzt dreht man schnell, zwanzig Minuten, sondern es muss sich ja einfach überlegen, das Konzept eben einmal.

00:05:28: Wenn das Konzept steht, dann ist schon sehr viel gewonnen, aber dann muss man sich ja trotzdem auch pro Episode einmal zumindest in der Theorie überlegen, worum geht es, was sind die Hauptthemen, was ist mein Kernaussage, was soll am Ende der Hörer, die Hörerin mitnehmen?

00:05:42: Und dann erst ist die Aufnahmesituation, dann ist es ja auch nicht so, dass man direkt zum Sprechen beginnt.

00:05:47: Das war ja auch bei uns jetzt.

00:05:48: Wir haben jetzt ganz kurz besprochen, was ist unsere Hauptaussage.

00:05:51: Und dann dauert das mit, sagen wir mal, Protoaufnahmezeit doch irgendwie, fünfzehn Minuten fahren länger, hinten länger.

00:05:59: Dann in der Nachbereitung, die Post-Production, dann trotzdem, dass man das Ganze irgendwie textiert, auch auf den Hosting-Plattformen, hoch lädt.

00:06:07: Also es sind schon ein paar mehr Arbeitsschritte.

00:06:10: Und wenn das unterschätzt wird, dann wird es zur Belastung.

00:06:15: Und das ist ja eigentlich auch der Grund, warum es eben auch Agenturen wie uns gibt, die da unterstützen, wo es halt sinnvoll ist.

00:06:21: Also das haben wir nicht, also nicht bei jedem Unternehmen ist das gleich, sondern es ist eigentlich total individuell, auch wie viel sich jedes Unternehmen im eigenen Podcast einbringen möchte.

00:06:33: Es kann sich auf jeden Fall verändern.

00:06:34: Also du warst das eh auch mittlerweile.

00:06:36: Wir haben Kunden, da sind wir quasi Full Service Partner für den Podcast und dann gibt es Kunden, da haben wir am Anfang mehr gemacht und sind eigentlich mittlerweile in sagen wir eher einer berateten Situation und die machen sich den Podcast quasi selber.

00:06:52: Also das ist eigentlich auch voll schön, wenn da eine Kunde so ein bisschen... gehen lernen und anfangen zu zeichnen.

00:06:58: Ja, voll.

00:06:58: Das ist sicher voll schön, wenn man den Kunden so begleiten darf und der dann selbst das Know-how schon aufbaut und dann eben Teile von diesem Prozess selbst übernehmen kann.

00:07:08: Total.

00:07:10: Ja, sehr cool.

00:07:12: Eine Frage, die auf Insta Anno gestellt worden ist, was ist jetzt der erste Schritt, wenn ich als Unternehmenssager, ich möchte jetzt einen Podcast starten, Plan, nur kein Konzept im Kopf.

00:07:28: Wie fange ich da an?

00:07:29: Was ist der erste Schritt?

00:07:32: Das Konzept ist ja quasi der erste Schritt, also wirklich einmal sich Gedanken zu machen.

00:07:38: Wo haben wir Expertise?

00:07:41: Was wollen wir erzählen?

00:07:42: Also was ist unsere Botschaft?

00:07:44: Haben wir vielleicht auch schon andere Kanäle, wo wir gewisse Themen eigentlich behandeln wollen, die basten aber dort.

00:07:51: Weil es eben einfach, so wie du am Anfang gesagt hast, mehr Tiefe brauchen.

00:07:56: Vielleicht einfach zu kurz kommen, weil halt einfach die Aufmerksamkeitsspanne auf vielen Plattformen mittlerweile so kurz ist, dass sie eigentlich über zwei, drei, vier Sätze gar nicht hinauskommen.

00:08:06: Und damit gibt es einfach viele komplexe Themen vielleicht, die sich halt einfach in einem Podcast-Format einfacher klären lassen.

00:08:13: Heißt, man wird nicht drum herumkommen, dass man sie ja mal am Anfang, und das ist für mich der erste Schritt, ganz konkret Gedanken macht.

00:08:20: Was wollen wir mit diesem Podcast erreichen?

00:08:23: Was ist unser Ziel?

00:08:24: Am besten eine Timeline von circa einem Jahr stecken.

00:08:28: Das ist, glaube ich, ein guter Evaluierungszeitraum, wo man dann wirklich schauen kann, angefangen von den ganzen konzeptionellen Schritten bis hin zu dem, dass man einmal umsetzt und einmal die ersten Erfahrungen sammelt, dass man dann einfach wirklich schauen kann, okay, passt dieses Tool oder passt dieses Medium auch zu mir.

00:08:45: Und damit würde ich immer starten.

00:08:47: Du hast gerade Expertisenstatus erwähnt, wie sehr muss man den Experte in einem Fachbereich sein, dass man jetzt das Unternehmen sagt, hey, wir starten da ein Podcast über ein spezielles Thema.

00:08:59: Vorberechtigte Frage, kriegen wir auch ständig gestellt von Kunden oder, sagen wir mal, Unternehmen, mit denen wir in der Erstgesprächssituation sind.

00:09:08: Ich glaube, dass Unternehmen oft einmal unterschätzen, wie viel Wissen, Geschichte, besondere Menschen sie eigentlich im Unternehmen haben.

00:09:18: Und ich finde, ich trage das Beispiel einfach einmal um.

00:09:22: Ich finde es zum Beispiel momentan total spannend zu sehen, dass man auf immer mehr digitalen Kanälen eigentlich sieht, dass der Podcast oft einmal eben als Expertisen-Tool so dargestellt wird.

00:09:35: Beispiel, ich weiß nicht, ob dir das auch schon mal ausgespült worden ist auf Instagram, Ads, wo jemand in einem anscheinenden Podcast spricht und sozusagen einfach wissenteilt und das aber als Ad ausgestrahlt wird.

00:09:52: Der Clue ist, es gibt dazu gar keinen Podcast, sondern man suggeriert sozusagen in der Werbung, in dieser ausgespielten Werbung nur.

00:09:59: Das ist Expertise.

00:10:00: Das muss wer sein, der was zu reden hat, weil der sitzt jetzt in einem Podcast.

00:10:05: Und es wird auch immer mehr als Ads-Tool oder Ads-Assets sozusagen ausgespielt.

00:10:11: Ich glaub, dass man's gar nicht so hinterfragen darf, wie viel Expertise muss ich haben, dass ich etwas zu reden habe.

00:10:18: Natürlich soll jetzt kein ... Ich labere jetzt darauf los, eh, wie wir das jetzt gerade besprochen haben.

00:10:24: Also, zwei Menschen setzen sich an den Tisch und fangen einfach an zu sprechen.

00:10:27: So funktioniert's nicht mehr.

00:10:29: Aber wenn man sie am Anfang immer überlegt, worüber wir sprechen, was ist unsere Kernaussage?

00:10:35: Wie lang soll auch die Folge sein?

00:10:36: Also nicht jede Folge muss zwanzig bis dreißig Minuten sein.

00:10:39: Wenn man nach fünfzehn bis zwanzig Minuten alles gesagt hat zu einem Kernthema, dann ist auch gut.

00:10:44: Also ich finde nicht schlimmer, als wenn eine Folge in eine ewige Länge gezogen wird.

00:10:49: Und deswegen meine einfache Antwort.

00:10:53: Jeder ist oder jedes.

00:10:55: in seinem eigenen Gebiet meist Experte oder Experten.

00:10:58: Und ich find's eigentlich immer total schön, wenn wir bei Kunden sind, die eben das ein bisschen so unterschätzen, weil's sich selber intern.

00:11:06: Und dann eigentlich durch den Podcast so viel schönes Feedback kriegen und dann da neu bestätigt werden.

00:11:13: Also, das ist eigentlich richtig cool.

00:11:15: Das haust du richtig schön an.

00:11:16: Auch fürs Unternehmen, dass die dann so bestätigt werden, das stimm ich immer sehr cool vor.

00:11:20: Voll.

00:11:21: Aber fass mal vielleicht noch mal ganz kurz zusammen, was so ... die Kernaussagen von unserer heutigen Folge sind.

00:11:28: Genau.

00:11:30: Was ich jetzt mitgenommen habe, also ein Podcast eignet sie für jede Marke und jedes Unternehmen, aber man soll sie im Vorfeld klar sein über das Konzept, genau durchdenken und genaue Verantwortlichkeiten definieren, dass es nicht nebenbei mitläuft, die Marketing, so wie du das gesagt hast.

00:11:50: Und sich da Hilfe ins Haus zu holen, wo man eben Unterstützung braucht.

00:11:54: Sei es jetzt beim Equipment, beim Aufnehmen oder auch beim Schneiden, beim Veröffentlichen.

00:11:59: Genau, also da unterstützt WePod jetzt sehr gerne.

00:12:03: Das passt ja auch sehr gut zu unserer Podcast Roadmap, weil der Jänner steht unter dem Motto Neustart und Strategie.

00:12:10: Und da ist eben das Konzept und die Ressourcenplanung ein sehr wichtiges Thema gerade am Anfang von Podcasts.

00:12:17: Der stimmt, der stimmt.

00:12:19: Dann sind wir jetzt auch schon wieder am Ende von der heutigen Folge.

00:12:24: Ich hoffe, es waren aber hilfreiche Einblicke und Inputs für euch dabei.

00:12:29: Und wir hören uns dann bei der nächsten Folge in zwei Wochen.

00:12:33: Danke dir, Eva.

00:12:34: Danke dir, Dani.

00:12:35: Bis in

00:12:35: zwei Wochen.

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